Energiekosten zu hoch? - Sanierung geplant? - Heizungsaustausch ? Wir helfen Ihnen weiter. Zuschüsse vom Staat optimal nutzen!!!

Energieausweis /Energiepass                                            


Warum ein Energieausweis ?

 
In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil der Betriebskosten dar. Noch immer wird in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet.
Auf jedem Elektrogerät, jedem Kühlschrank und an jeder Glühlampenpackung ist ein Energielabel abgebildet, das Auskunft über den Energieverbrauch gibt. Auch zu jedem Auto erhalten Sie die Information, wieviel Kraftstoff es auf 100 km benötigt. Aber wissen Sie auch, wieviel Energie Ihr Haus verbraucht? - Die meisten werden diese Frage mit JA beantworten, jedoch wissen Sie auch ob Ihr Verbrauch niedrig, hoch oder sogar extrem hoch im Vergleich zu einem ähnlich gebauten Gebäude ist und wo genau Ihre Energieverluste entstehen?
Der Gebäudeenergieausweis, bisher oft als Energiepass bezeichnet, soll genau diese fehlenden Informationen liefern: Er informiert Sie objektiv, zeigt Einsparpotenziale auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von Häusern bundesweit zu vergleichen.

Welche Informationen bietet er noch?

Neben einer Gesamtbewertung des Gebäudes und der Zuordnung zu einer Effizienzklasse bietet der Energieausweis noch weitere detaillierte Informationen:

     - Energieverluste über die Gebäudehülle 
     - Energieverluste der Anlagentechnik 
     - Verursachte CO2-Emissionen
     - Konkreter Energiebedarf (Heizung und Strom)
     - Modernisierungstipps

Somit bietet der Energieausweis nicht nur Informationen für potenzielle Käufer oder Mieter: Der Eigentümer kann - auf Basis der ermittelten Daten - Maßnahmen ergreifen, die den Energieverbrauch seines Hauses senken. Das spart Kosten und steigert außerdem den Wert seines Hauses.                                                                                                          
Langfristiges Ziel ist es, dass in Immobilienanzeigen künftig so selbstverständlich mit der Energieeffizienzklasse A geworben wird, wie es bei Eelektrogeräten, Kühlschränken und Waschmaschinen, längst gängige Praxis ist.                                                                 

 


Es gibt 2 Arten von Energieausweisen

 
1. Verbrauchs-Ausweis      
Die verbrauchsbezogene Ermittlung ist die einfachste Art, einen Energieausweis ausstellen zu können. Der Verbrauchsausweis gibt den Energieverbrauch der Gebäudenutzer in den vergangenen drei oder mehr Jahren für Heizung und Warmwasserbereitung an. Um den Energieverbrauchskennwert zu ermitteln, wird der tatsächliche Energieverbrauch mithilfe eines standortbezogenen Klimafaktors bereinigt. So führt beispielsweise ein hoher Verbrauch in einem einzelnen harten Winter nicht zu einer schlechteren Beurteilung des Gebäudes. Der tatsächliche Energieverbrauch in einem Gebäude oder einer Wohnung kann aufgrund des Witterungseinflusses vom Energieverbrauchskennwert abweichen. 

Nachteile: Das Ergebnis im Verbrauchsausweis ist stark vom individuellen Nutzungsverhalten der Nutzer abhängig. Wird in einem energetisch schlechten Gebäude kaum geheizt, so kann der Energieausweis trotzdem sehr gut ausfallen. 
Dieses Verfahren ist zwar das ungenauere, dafür jedoch relativ einfach und somit kostengünstig. 

 
2. Bedarfs-Ausweis
Die zweite Möglichkeit der Ermittlung des Energiebedarfs erfolgt über eine ingenieurmäßige Berechnung anhand einer ausführlichen Datenaufnahme am Gebäude, bzw. der Bauunterlagen sowohl bei Bestandsgebäuden wie auch bei einem Neubau.
Dabei werden die wirklichen Energieverluste Ihres Gebäudes detailliert berechnet und sind nicht vom Nutzerverhalten abhängig.
Die Ansätze für sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen werden aus den Ergebnissen sofort sichtbar. Der Bedarfsausweis ist wesentlich aussagekräftiger als der Verbrauchsausweis und wird daher auch von der dena (Deutsche Energie-Agentur) empfohlen. 


Grundlagen für die Berechnung des bedarfsorientierten Energieausweis sind : 
    - beheizte Gebäudevolumen 
    - Fläche aller Bauteile wie : 
    - Außenwänden 
    - Dachflächen
    - beheizte und unbeheizte Decken
    - Fenster und Türen
    - Art und Konstruktion von Baumaterialien und Bauteilen 
    - Klimadaten wie Außentemperatur
    - geografische Lage
    - Luftwechselrate
    - solare Gewinne
    - Daten der Heizungsanlage

Der bedarfsorientierte Energieausweis gilt für das gesamte Gebäude.


In welchen Fällen ist ein Energieausweis Pflicht? 
 

1. Neubauten: Neubauten benötigen einen Energieausweis. Wird ein Gebäude errichtet, hat der Bauherr sicherzustellen, dass dem Eigentümer des Gebäudes ein Bedarfsausweis für das fertig gestellte Gebäude vorgelegt wird. (Eigentümer und Bauherr können identisch sein.)

2. Vermietung und Verkauf: Eigentümer benötigen einen Energieausweis, wenn sie ihr Gebäude oder Teile davon neu vermieten, verpachten oder verkaufen. Sie sind verpflichtet dem interessierten Käufer bzw. Mieter den Energieausweis auf Anfrage zugänglich zu machen. Bei bestehenden Vertragsverhältnissen muss kein Energieausweis vorgelegt werden. Eigentümer, die ihr Gebäude ausschließlich selbst nutzen, benötigen keinen Energieausweis.



Seit wann ist welcher Energieausweis Pflicht?

 
Seit dem 1. Januar 2009 gilt für alle Wohngebäude in Deutschland die „Ausweispflicht". Der Eigentümer muss bei Vermietung und Verkauf seiner Immobilie den Energieausweis potenziellen Mietern und Käufern zugänglich machen. Seit dem 1. Juli 2009 gilt auch für Nichtwohngebäude die "Ausweispflicht". Ausnahme: Für Baudenkmäler muss kein Energieausweis ausgestellt werden.

Einen Bedarfsausweis braucht man für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde. Es sei denn, beim Bau selbst oder durch spätere Modernisierung wird mindestens das Wärmeschutzniveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht. In einem solchen Fall ist auch ein Verbrauchsausweis zulässig. Für alle anderen Bestandsgebäude, auch für kleine Nichtwohngebäude besteht Wahlfreiheit.

Für Neubauten sind bereits seit 2002 Bedarfsausweise vorgeschrieben.



Wer stellt einen Energieausweis aus?

 
Um zu einem Energiepass zu kommen, ist kein Amt oder eine Behörde notwendig. Das Verfahren ist ganz einfach: Der Hauseigentümer beauftragt einen zugelassenen Energieausweis-Aussteller, der ins Haus kommt, das Gebäude aufnimmt und einen Energieausweis erstellt.

Ein einmal ausgestellter Energieausweis ist für zehn Jahre gültig.


Kosten für den Energieausweis & Energiepass: 

Die Kosten für die Ausweiserstellung sind im Wesentlichen vom Zeitaufwand, der zur Erstellung benötigt wird abhängig.

Für die Erstellung eines Verbrauchs-Ausweis liegen die Kosten bei ca.

                                   80 bis 150 Euro.


Für den Bedarfs-Energieausweis eines Ein-/Mehrfamilienhauses betragen die Kosten in der Regel zwischen 

                                 250 und 400 Euro.  (Zuschuss der BAFA möglich!)

Hierbei ist zu berücksichtigen, ob die vollständigen Unterlagen zur Datenerhebung zur Verfügung gestellt werden können.

Kein Vergleich hierzu sind die Kosten bei Verkauf oder Neuvermietung von Häusern ohne einen Energiepass / Energieausweis. Dann drohen nämlich Bußgelder, die bis ca. 15.000 Euro reichen können. In sofern sollte man nicht zuletzt auch durch die stetig steigenden Energiepreise einen Energiepass als eine durchaus lohnende Investition betrachten.

ACHTUNG: Im Internet gibt es zahlreiche Billig-Angebote, für Energieausweise / Energiepässe. Die Verbraucherzentralen testeten schon zum zweiten mal die Ausstellung von Online-Energieausweisen.
Viele der angebotenen Energieausweise enthalten nicht alle gesetzlichen Pflichtangaben und sind somit nicht rechtskräftig. Vorsicht ist hier also geboten, auch wenn Ihnen der Anbieter eine rechtskräftige Ausstellung zusichert.

Zur Erstellung von Ausweisen, besonders beim Bedarfsausweis gehören die Erläuterung des Inhalts, eine Aufnahme des Gebäudes vor Ort und Vorschläge zur kostengünstigen Verbesserung der energetischen Eigenschaften.